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Alf vom Rittergut Colphus wächst im Vogelsberg in Hessen auf

AlfkleinBracken sämtlicher Art und Größe und der Jagdterrier faszinierten mich seit Beginn meiner jagdlichen Laufbahn. Irgendwann entdeckte ich in der „Pirsch“ eine Annonce von den Ardennenbracken. So kamen meine Tochter und ich auch nach Laubach zur Pfostenschau dieser Hunde. Begeistert von dieser Rasse und mit den Abgabebedingungen des Vereins für diese Gebrauchshundewelpen einverstanden, suchten wir uns im November 2013 „Alf vom Rittergut Colphus“ als zukünftigen Jagdhelfer aus.

Weihnachten 2013 – genau 8 Wochen alt – kam „Alf“ zu uns. Eine gute Vorprägung merkte man ihm an. Insgesamt schnell stubenrein und sehr wissbegierig bis nervig „elsternhaft“verlief die erste Woche bei uns.

Am 31.Dez.2013 erlegte ich beim Morgenansitz im Vogelsbergrevier ein schwaches Bockkitz. Die Kugel saß hinter dem Blatt und das Stück ging tief ab. Der Anschuss war ca. 20 m auf einer Wiese vom Waldrand entfernt. Im Raureif waren alle Schusszeichen gut zu erkennen (Lungenschweiß). Voraussichtlich eine hervorragende „Testarbeit“ für unseren 9!!! Wochen alten Welpen. Nach 1,5 Stunden legte Sina den Kleinen an der Leine wortlos!! an Anschuss zur Fährte. Für „Alf“ versank rundum alles und er nahm mit allen Sinnen die Witterung der Rehfährte auf.

Alf_Januar2015Jeder Schweißtropfen, jeder Eingriff wurde intensivst untersucht und verinnerlicht. Ganz langsam arbeitete er sich so von der Wiese ins lichte Stangenholz, durch einen schmalen Fichtenstreifen bis zu einer Rückeschneise, wo mein Schwiegersohn und ich aus gebührender Entfernung das Reh liegen sahen. Es war in der Fluchtfährte verendet. Wenig später kam „Alf“ durch die Fichten in den Dunstkreis des Rehes. 2 m vom Stück entfernt, er konnte es nicht sehen, setzte er sich und begann zu verbellen!! Jetzt wurde überschwenglich gelobt und natürlich genossen gemacht.

Für die ca. 60-m-Fährte brauchte er gefühlte 2 Stunden, was völlig egal war. Er kam voll konzentriert und durch nichts gestört (unnötige Aufmunterung und Worte) auf der Wundfährte zum Stück. So sollte es sein.

Friedrich Nickel

Berichte und Erfahrungen zur Junghundeausbildung

Der erste Bericht in diesem Jahr 2016 kommt von Ansgar Breuer, der über die Einarbeitung seiner Ate [PDF, 40 KB] schreibt.