Zuchtstrategie und Rassestandard

Die Zuchtstrategie

Zum Zeitpunkt der Vereinsgründung in 2009 waren ca 120 Hunde bekannt. Derzeit sind es ca. 196 Hunde (Juli 2016).

(ad) Diese wurden in das neu erstellte Zuchtbuch des Vereins aufgenommen und nach den Möglichkeiten der weiteren Verpaarung geordnet. Das Problem der sehr kleinen Zuchtbasis wurde von Beginn an erkannt und nach gründlicher Prüfung entschied man, trotz dieser kleinen Zuchbasis weiter zu machen, da die Hunde sehr überzeugen.

Durch die Zuführung von Bracken- und sehr vereinzelt Schweißhundblut wurde die Zuchtbasis erweitert. Diesen Weg möchten wir verantwortungsvoll weiter gehen. Für die Unterstützung der jeweiligen Hundebesitzer sei diesen an dieser Stelle herzlich gedankt.

Es ist zum Einen nicht beabsichtigt, eine weitere Schweißhunderasse zu züchten und zum Anderen soll nicht durch einfache Vermehrung die züchterische Verantwortung gefährdet werden.

Nur nach eingehender Prüfung als gesund einzustufende Hunde kommen zur Zucht. Die Zuchtordnung sieht überdies eine Zuchtpause nach einem Wurf von drei Jahren vor, um zunächst die Welpen eines Wurfes in ihrer Entwicklung etwa drei Jahre lang beobachten zu können. Dadurch entsteht bei einer kleinen Zuchtbasis eine langsame Entwicklung der Population, aber auch die relative Sicherheit, bei negativen Entwicklungen umsteuern zu können. Nur in vom Vorstand abgestimmten Einzelfällen darf das Mindestzuchtalter von 3 Jahren ausnahmsweise unterschritten werden.

Die Blutauffrischung ist wie bei den meisten anderen Brackenrassen die vordringlichste Aufgabe im Zuchtwesen des Vereins Ardennenbracke e. V.

Die Grundsätze der Zuchtstrategie des Verein Ardennenbracke e. V. stimmen mit den Regelungen der FCI überein:

  1. Es kommen nur gesunde Hunde zur Zucht, die frei von Krankheiten und körperlichen Fehlfunktionen sind
  2. Enger verwandte Hunde sollen möglichst nicht zur Zucht kommen; werden diese zur Zucht verwendet, dürfen sie nur mit Hunden gepaart werden, die eine ggf. vorhandene Einschränkung (z.B. beim HD-Wert) nicht aufweisen.
  3. Verbindungen, die das Risiko einer Krankheit oder einer körperlichen Disfunktion in sich tragen, sollen nicht durchgeführt werden.
  4. Nur dem Rassestandard entsprechende Hunde mit gesundem Sozialverhalten sollen in der Zucht Verwendung finden.
  5. Zuchttiere sollen möglichst nicht mehr als 5 % der Nachkommen in einem Zeitraum von 5 Jahren zeugen.
  6. Die Untersuchungsergebnisse zu z.B. polygenen Erkrankungen wie HD werden in offenen Registern geführt.
  7. Hündinnen in der Zucht müssen in der Lage sein, auf natürlichem Weg ihre Welpen aufzuziehen.
  8. Wichtigste Grundlage ist die naturgemäße und arttypische Aufzucht der Welpen durch die Mutterhündin, die Züchter und das soziale Umfeld.

Der Rassestandard

(ad) Jagdgebrauchshundezucht verlangt eine Orientierung auf ein bestimmtes Ziel.
Dieses Ziel wird in der Regel im Rassestandard festgeschrieben und dient bei allen züchterischen Bemühungen als Leitbild. Das züchterische Leitbild des Vereins Ardennenbracke e. V. finden Sie im ausformulierten "Rassestandard" [PDF, 60 KB].